Der Maibaum

Vor allem in ländlichen Regionen Deutschlands aber auch im Nachbarland Tschechien werden die kahlen Bäume meist in der Nacht zum 1. Mai aufgestellt. Auch in Skandinavien, der Schweiz und weiteren Mitteleuropäischen Ländern ist der Brauch üblich. Zu einer der beliebtesten Traditionen zählt das Maibaumaufstellen in ganz Bayern. Jedes Jahr am 1. Mai wird an zentralen Plätzen in Orten und Gemeinden der geschmückte und häufig mit dekorativen Schildern verzierter Baum aufgestellt. Alljährlich kommt es unter den Orten und Städten in Bayern zu einem Wettstreit, wo der höchste (teilweise bis zu 30 Meter) und prachtvollste Baum errichtet wird. Es ist immer ein beliebter und spannender Wettbewerb unter den Burschengemeinschaften der Nachbargemeinden. Nach alter Sitte darf der Baum, der schon mehrere Wochen vor dem Aufstellungstag geschlagen werden muss, "gestohlen" werden. Trotz Bewachung durch die Gemeindebevölkerung und -burschenschaft, kommt dies häufig vor. Nun sind feuchtfröhliche Rückgabeverhandlungen nötig, denn als Auslöse wird eine große Menge Bier vereinbart, das dann bei der Übergabe gemeinsam getrunken wird .Rund um das Aufstellen findet das Maibaumfest statt. Bei Blasmusik, Speis und Trank kommt man hier gesellig zusammen. Gäste und einheimische Bevölkerung sind herzlich eingeladen die Aufsteller anzufeuern. Für Spaß und Gaudi sorgen vielerorts traditionelle Bänder- und Volkstänze um den Baum oder die Wahl einer Maikönigin. Der genaue Ursprung des Maibaums ist nicht eindeutig geklärt. Im Zuge der Christianisierung wurden heidnische Bräuche – so auch die germanischen – in Mitteleuropa häufig unterdrückt, und so wurde mancherorts aus dem Maibaum der Marienbaum oder Pfingstbaum, passend zu Pfingsten. Entsprechend variiert auch das Datum, an dem die Bräuche begangen werden In der Gegend um Köln, Bonn und Aachen – und teilweise auch in anderen Regionen – dient der Maibaum als Liebesbrauch: Junggesellen setzen ihrer Liebsten einen Maibaum beziehungsweise Maienstecken vor das Fenster oder die Tür. Damit die attraktiven Damen wissen, von wem der Liebesbeweis stammt, muss der Name des Baumstellers entweder ins Holz geschnitzt oder auf ein Herz geschrieben sein, das am Baum befestigt ist.

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